Im Mittagsgeschäft entscheidet sich in wenigen Sekunden, wo jemand isst. Chef de Bistro in Eglisau hat seit Oktober 2025 eine digitale Stempelkarte im Wallet. Elf Monate später sind 541 Gäste im Programm und die Wiederkehrquote liegt bei 31 %.
Vergessen, verloren, gefälscht
Chef de Bistro hatte vorher eine Papierstempelkarte im Einsatz, und die brachte drei Probleme mit, die im Mittagsgeschäft alle auf denselben Punkt hinauslaufen: der Stempel kommt nicht dort an, wo er hingehört.
Die meisten Gäste vergassen die Karte zuhause. Am Take-away-Tresen entstand jedes Mal derselbe kleine Reibungspunkt, in dem entweder ein Ersatzzettel ausgestellt oder der Besuch schlicht nicht gestempelt wurde. Andere Karten gingen komplett verloren, mit allen bereits gesammelten Stempeln.
Und dann gab es die Fälle, bei denen jemand am Tresen mit einer Karte auftauchte, deren Stempel nicht vom Betrieb waren. Eigene Stempelbilder, nachgemachte Muster, ausgeschnittene und aufgeklebte Felder. Bei einer Papierkarte lässt sich das kaum kontrollieren, ohne jeden Gast unter Verdacht zu stellen.
Bei Chef de Bistro fehlte damit beides: eine Karte, die der Gast tatsächlich dabeihat und die sich nicht manipulieren lässt, und eine Zahl, an der sich ablesen lässt, wer wie oft kommt.
Drei Sekunden am Tresen
Der Gast scannt beim Bezahlen einen QR-Code, die Stempelkarte landet im Wallet seines Smartphones. Es braucht keinen App-Download und keine Registrierung, die Schlange steht deswegen nicht still.
64 % der Gäste nutzen Apple Wallet, 6 % Google Wallet. Weitere 30 % öffnen die Karte direkt im Browser, ohne etwas zu installieren. Bei Laufkundschaft gibt das oft den Ausschlag, ob eine Karte überhaupt angenommen wird.
Prämien werden auch eingelöst
Volle Karten und Einlösungen verrechnet das System automatisch. Vier von fünf verdienten Prämien werden tatsächlich abgeholt. Der Gast hat damit beim nächsten Mittag einen konkreten Grund, wieder hier zu bestellen.
Aus zufriedenen Gästen werden sichtbare Bewertungen
Über die Karte fragt Chef de Bistro nach dem Besuch automatisch nach einer Bewertung. In elf Monaten sind zwölf Bewertungen zusammengekommen, alle mit fünf Sternen. Sie stehen im Google-Profil des Betriebs.
Zum ersten Mal sichtbar, wer der Stammgast ist
Das Dashboard zeigt, wie viele Gäste neu sind, wie viele wiederkommen und wann die Stosszeiten liegen. Der treueste Gast war in elf Monaten 66 Mal da, im Schnitt alle fünf Tage.
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Ein Niveau, das gehalten wird
Nach dem Anlauf im Herbst pendelte sich das Programm bei rund 250 bis 300 erfassten Besuchen pro Monat ein und blieb über ein Dreivierteljahr auf diesem Niveau. Insgesamt wurden 2'434 Besuche erfasst, 541 Gäste haben eine Karte im Wallet.
Die Wiederkehrquote liegt bei 31 %, fast jeder dritte Gast kommt ein zweites Mal. 77 % der ausgegebenen Karten werden aktiv genutzt.
Über Mittag spielt damit ein Faktor mit, den es vorher nicht gab: wie viele Stempel bis zur nächsten Prämie fehlen.
Datengrundlage: Stamply-Dashboard von Chef de Bistro, Oktober 2025 bis August 2026.
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