
Für die meisten Schweizer KMU mit regelmässigen Alltagsbesuchen – Café, Coiffeur, Bäckerei, Take-away – ist die Stempelkarte die bessere Wahl. Sie ist in 15 Sekunden erklärt, braucht keine Rechenlogik und funktioniert direkt in Apple Wallet und Google Wallet. Ein Punktesystem lohnt sich dann, wenn dein Warenkörb stark variiert oder du Kunden für unterschiedlich grosse Einkäufe belohnen willst – zum Beispiel im Detailhandel oder in einem Restaurant mit breitem Angebot.
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Bei einer Stempelkarte bekommt der Kunde pro Besuch oder Kauf einen Stempel. Hat er zehn Stempel gesammelt, gibt es eine Belohnung – zum Beispiel einen Gratis-Kaffee oder einen Rabatt auf den nächsten Haarschnitt. Die Logik ist binär: Besuch = Stempel. Keine Berechnung, keine Fragen.
Ein Punktesystem vergibt Punkte abhängig vom ausgegebenen Betrag. Wer für CHF 30 einkauft, bekommt 30 Punkte; wer für CHF 80 einkauft, bekommt 80. Ab einer bestimmten Punktzahl gibt es eine Prämie. Das ist fairer bei unterschiedlichen Einkaufsgrössen, aber auch erklärungsbedürftiger.
Beide Modelle sind in Stamply als eigene Module verfügbar – du entscheidest beim Einrichten, welches du nutzt. Den Unterschied zwischen den Modulen erklärt die stempelbasierte Treue-Seite von Stamply im Detail.
Ein Punktesystem eignet sich besser, wenn dein Warenkörb stark variiert und du Kunden proportional zu ihrem Ausgabeverhalten belohnen willst. Ein Café, das nur Kaffee verkauft, braucht das nicht. Ein Restaurant, bei dem ein Tisch mal CHF 40 und mal CHF 160 ausgibt, profitiert davon.
Konkret lohnt sich ein Punktesystem in diesen Situationen:
Wichtig: Ein Punktesystem verlangt, dass dein Team beim Einchecken den Betrag eingibt oder das System mit deiner Kasse verbunden ist. Das ist mehr Aufwand als ein einfacher Stempel-Scan. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Team das konsequent umsetzt, starte lieber mit der Stempelkarte.
Ja – und das ist kein kleiner Vorteil. Die Stempelkarte ist das einzige Loyalty-Format, das kein Erklären braucht. Jeder Mensch kennt das Prinzip: sammeln, voll, Belohnung. Das Konzept ist kulturell verankert, von der Papier-Stempelkarte aus dem Café bis zur digitalen Version im Smartphone-Wallet.
Nimm als Beispiel den Salon Bella in Zug: Die Inhaberin hat zuerst mit einem Punktesystem gestartet, weil sie dachte, es wirke professioneller. Nach drei Monaten wussten viele Stammkundinnen immer noch nicht, wie viele Punkte sie hatten oder wann sie eine Belohnung bekommen. Sie hat auf Stempel umgestellt – und die Nutzungsrate ist innerhalb von vier Wochen deutlich gestiegen, weil Kunden auf einen Blick sahen, wie weit sie noch sind.
Das ist der entscheidende Punkt: Transparenz motiviert. Wer sieht, dass er noch zwei Stempel bis zum Gratis-Schnitt braucht, kommt früher wieder. Wer 340 von 500 Punkten hat, rechnet nicht – er ignoriert es.
Für Betriebe mit Laufkundschaft und kurzen Interaktionen – Coiffeur, Bäckerei, Café, Take-away – ist die Stempelkarte deshalb fast immer die bessere Wahl. Mehr dazu, wie das in der Praxis aussieht, zeigt der Artikel zur digitalen Stempelkarte für Coiffeure.
Sieh selbst, wie einfach es geht. In der Stamply-Demo siehst du beide Modelle in Aktion – Stempel und Punkte, direkt im Wallet. Demo ansehen →
Es gibt Branchen, in denen ein Punktesystem klar überlegen ist. Ein Fitnessstudio, das sowohl Einzeleintritte (CHF 20) als auch Monatspässe (CHF 80) und Personal-Training-Sessions (CHF 120) verkauft, kann mit einem Punktesystem alle drei Käufe sinnvoll belohnen. Mit einer Stempelkarte müsste es entweder alle gleich behandeln oder verschiedene Karten einführen – beides ist suboptimal.
Ähnliches gilt für Kosmetikstudios, die neben Behandlungen auch Pflegeprodukte verkaufen. Wer CHF 200 für eine Behandlung ausgibt, sollte mehr Punkte bekommen als jemand, der nur ein Produkt für CHF 25 kauft. Das ist mit Stempeln schwer abzubilden.
Kurz gesagt: Punkte, wenn der Betrag zählt. Stempel, wenn der Besuch zählt.
Ja, bei Stamply kannst du das Loyalty-Modul anpassen. Der ehrliche Rat lautet aber: Starte mit dem Modell, das du und dein Team in 15 Sekunden erklären können – und wechsle erst dann, wenn du einen konkreten Grund dafür hast.
Ein Wechsel mitten im laufenden Betrieb ist nicht dramatisch, aber er bedeutet, dass bestehende Kunden ihr Guthaben neu verstehen müssen. Das kann zu Verwirrung führen, wenn es nicht gut kommuniziert wird. Wer also weiss, dass er langfristig ein Punktesystem will, kann auch direkt damit starten – solange das Team dahintersteht.
Was du vermeiden solltest: ein System wählen, weil es sich «professioneller» anfühlt, obwohl dein Team es nicht konsequent anwendet. Ein einfaches Treueprogramm, das täglich genutzt wird, schlägt jedes komplexe System, das nach drei Monaten einschläft. Wenn du noch unsicher bist, welches Modell zu deinem Betrieb passt, lohnt sich ein Blick auf die punktebasierte Treue und die stempelbasierte Variante im direkten Vergleich.
Hier ist ein einfacher Rahmen, der dir die Entscheidung abnimmt:
Und wenn du dir wirklich nicht sicher bist? Nimm die Stempelkarte. Du kannst später immer noch wechseln – aber du kannst nicht rückgängig machen, dass dein Treueprogramm in den ersten Monaten kaum genutzt wurde, weil es zu kompliziert war.
Beide Modelle laufen bei Stamply direkt in Apple Wallet und Google Wallet – kein App-Download für deine Kunden, kein technischer Aufwand für dich. Wie das konkret aussieht, erklärt der Guide zur digitalen Stempelkarte ohne App.
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Ob Stempel oder Punkte – entscheidend ist nicht das Modell, sondern dass du es konsequent einsetzt. Das beste Treueprogramm ist das, das dein Team täglich anwendet und deine Kunden auf Anhieb verstehen. Fang einfach an, schau, wie deine Kunden reagieren, und pass es an, wenn du mehr Erfahrung hast. Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal – Klarheit ist es.

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