
Wer sich zum ersten Mal mit digitalen Stempelkarten beschäftigt, stösst schnell auf ein Problem: Die Preise sind kaum vergleichbar. Ein Anbieter wirbt mit "kostenlos", ein anderer nennt keine Preise auf der Website, und ein dritter verlangt eine Einrichtungsgebühr plus monatliche Lizenz plus Transaktionskosten. Was eine digitale Stempelkarte in der Schweiz wirklich kostet, hängt von mehreren Faktoren ab – und dieser Artikel schlüsselt sie für dich auf.
Eines vorweg: Der günstigste Anbieter ist selten der beste. Aber der teuerste ist es auch nicht automatisch. Entscheidend ist, was du für dein Geld bekommst – und ob das System wirklich zu deinem Betrieb passt.
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Bevor wir konkrete Zahlen vergleichen, lohnt sich ein Blick auf die Kostenstruktur. Digitale Loyalty-Systeme werden in der Regel auf drei Arten abgerechnet:
Dazu kommen versteckte Kosten, die im ersten Angebot oft nicht auftauchen: Kosten für Push-Benachrichtigungen, für zusätzliche Standorte, für Branding-Anpassungen oder für den Support. Wer nur auf den Grundpreis schaut, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Auf dem Schweizer Markt gibt es grob drei Kategorien von Anbietern:
Anbieter wie Stamp Me, Loopy Loyalty oder Yollty richten sich an einen internationalen Markt. Die Preise liegen je nach Plan zwischen 30 und 150 USD pro Monat. Das klingt moderat – bis du merkst, dass Preise in USD angegeben sind, der Support auf Englisch läuft und Schweizer Datenschutzanforderungen (nDSG) nicht explizit adressiert werden. Für einen Coiffeursalon in Biel oder eine Bäckerei in Frauenfeld, die keine eigene IT-Abteilung hat, ist das oft mehr Aufwand als Nutzen.
Anbieter wie Loyalty Prime, Antavo oder ähnliche Enterprise-Lösungen starten bei mehreren Hundert CHF pro Monat und sind auf Konzerne ausgerichtet. Für ein KMU mit 300 Stammkunden ist das schlicht nicht verhältnismässig. Du zahlst für Features, die du nie nutzen wirst.
Hier positioniert sich Stamply. Die Preise sind in CHF, das System ist auf Schweizer KMU zugeschnitten, und der Einstieg ist ohne Kreditkarte möglich. Wer mehr über die konkreten Stamply-Preispläne erfahren möchte, findet alle Details auf der Preisseite von Stamply.
Bevor wir die digitalen Kosten weiter aufschlüsseln, lohnt sich ein ehrlicher Vergleich mit dem, was viele KMU heute noch nutzen: die Papierstempelkarte.
Nehmen wir das Café "Röstwerk" in Olten. 400 aktive Stammkunden, durchschnittlich 2 Besuche pro Monat. Das Café druckt Stempelkarten in Kleinauflagen à 500 Stück für rund 80 CHF. Dazu kommen Stempel und Stempelkissen (ca. 30 CHF), Ersatzkarten für verlorene Karten (geschätzt 15% der Kunden pro Jahr) und der Zeitaufwand für die manuelle Verwaltung. Gesamtkosten pro Jahr: rund 200–350 CHF direkt, plus der entgangene Umsatz durch Kartenverlust und Betrug.
Das klingt günstig. Aber das Café weiss nicht, wer seine Stammkunden sind, kann sie nicht kontaktieren und hat keine Ahnung, wie viele Karten gerade im Umlauf sind. Wer sich mit den echten Nachteilen gedruckter Stempelkarten auseinandersetzt, stellt schnell fest: Die versteckten Kosten übersteigen die sichtbaren bei weitem.
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Hier ist die entscheidende Frage: Was ist im Preis enthalten? Folgende Features solltest du bei jedem Anbieter konkret abfragen:
Ein Anbieter, der 20 CHF pro Monat verlangt, aber Push-Benachrichtigungen separat abrechnet und kein Branding erlaubt, ist in der Praxis teurer als ein Anbieter mit 49 CHF Flatrate, der alles inklusive hat. Vergleiche immer den Gesamtpreis für deinen konkreten Anwendungsfall.
Für Betriebe, die verstehen möchten, wie digitale Wallet-Pässe technisch funktionieren, gibt es auf Stamply eine detaillierte Erklärung zu digitalen Walletpässen.
Nicht jeder Betrieb hat dieselben Anforderungen. Hier eine grobe Orientierung:
Kleinstbetrieb mit unter 100 Stammkunden (z.B. Nagelstudio, Einzelcoiffeur): Ein einfacher Einstiegsplan mit Flatrate und wenigen Features reicht vollkommen. Wichtig ist, dass die Einrichtung schnell geht und kein technisches Vorwissen nötig ist. Kosten: 20–50 CHF pro Monat sind realistisch und verhältnismässig.
Mittlerer Betrieb mit 100–500 Stammkunden (z.B. Café, Bäckerei, Restaurant): Hier zahlt sich ein Plan mit Push-Benachrichtigungen und Kundendaten-Dashboard aus. Die Möglichkeit, Kunden direkt zu kontaktieren, macht den Unterschied zwischen einer passiven Stempelkarte und einem aktiven Kundenbindungsinstrument. Kosten: 50–120 CHF pro Monat.
Betrieb mit mehreren Standorten oder Filialen (z.B. Bäckereikette, Fitnessstudio mit mehreren Standorten): Hier braucht es einen Plan, der mehrere Standorte abdeckt und eine zentrale Verwaltung erlaubt. Kosten: 100–200 CHF pro Monat, je nach Anbieter und Umfang.
Wer sich fragt, ob ein Treueprogramm für seinen Betrieb überhaupt sinnvoll ist, findet in diesem Artikel 10 konkrete Gründe für ein Loyalty-Programm – mit Praxisbeispielen aus verschiedenen Branchen.
Aus der Praxis kennen wir einige Muster, die Betriebe immer wieder in die Kostenfalle tappen lassen:
Jahresvertrag ohne Testphase: Einige Anbieter verlangen, dass du direkt ein Jahresabo abschliesst. Wenn das System nicht zu deinem Betrieb passt, sitzt du trotzdem auf den Kosten. Achte auf Anbieter, die eine kostenlose Testphase ohne Kreditkarte anbieten.
Preise in Fremdwährung: Was heute 29 USD kostet, kann morgen durch Wechselkursschwankungen teurer werden. Für Schweizer KMU sind CHF-Preise ein echter Vorteil – keine Überraschungen auf der Kreditkartenabrechnung.
Kundenlimit im Basisplan: Manche Anbieter limitieren die Anzahl aktiver Kunden im Basisplan auf 50 oder 100. Sobald dein Programm Fahrt aufnimmt, wirst du automatisch in einen teureren Plan gedrängt. Frage immer nach, was passiert, wenn du das Limit überschreitest.
Keine Datenmigration: Wenn du nach einem Jahr den Anbieter wechseln möchtest, kannst du deine Kundendaten nicht mitnehmen. Das ist ein Lock-in, der echte Kosten verursacht – auch wenn er nicht auf der Preisliste steht.
Ein fairer Preis für eine digitale Stempelkarte in der Schweiz liegt für die meisten KMU zwischen 30 und 100 CHF pro Monat – vorausgesetzt, Push-Benachrichtigungen, eigenes Branding und ein Kundendaten-Dashboard sind inklusive. Wer weniger zahlt, verzichtet in der Regel auf wichtige Features. Wer deutlich mehr zahlt, finanziert meistens Funktionen, die für einen Einzelbetrieb irrelevant sind.
Der Vergleich mit der Papierstempelkarte zeigt: Selbst 50 CHF pro Monat (600 CHF pro Jahr) sind gut investiert, wenn du dafür weisst, wer deine Stammkunden sind, sie direkt kontaktieren kannst und keine Karten mehr verlierst oder gefälscht werden. Wer sich den direkten Vergleich zwischen digitalen und Papierstempelkarten ansehen möchte, findet auf Stamply einen ehrlichen Vergleich beider Systeme.
Die Frage ist nicht, ob du dir eine digitale Stempelkarte leisten kannst. Die Frage ist, ob du es dir leisten kannst, deine Stammkunden weiterhin anonym zu lassen.
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