Sommerloch im Café: 5 Aktionen die Gäste zurückholen

Leander Pfleghard - Co-Founder
August 10, 2026

Mitte Juli. Die Terrasse ist halb leer, der Mittagstisch läuft auf Sparflamme, und dein bestes Servicepersonal ist im Urlaub. Willkommen im Sommerloch – dem Phänomen, das fast jedes Café und Restaurant in der Schweiz jedes Jahr aufs Neue trifft.

Die meisten Gastronomen reagieren darauf mit Abwarten. Kosten senken, Öffnungszeiten kürzen, hoffen dass der August besser wird. Das ist verständlich, aber es verschenkt eine echte Chance. Denn genau jetzt – wenn weniger Betrieb ist – hast du Zeit, Dinge umzusetzen, die du sonst nie anpackst. Und du kannst gezielt jene Gäste zurückholen, die gerade einfach in Gewohnheiten verfallen sind.

Hier sind fünf Aktionen, die in der Praxis funktionieren. Keine grossen Budgets, keine Marketingagentur nötig.

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Warum das Sommerloch in der Gastronomie Schweiz so hartnäckig ist

Das Sommerloch ist kein Zufall. In der Schweiz fallen Schulferien, Betriebsferien und Ferienreisen in einen engen Zeitraum. Wer nicht gerade in einer Tourismusdestination liegt, verliert im Juli und August einen spürbaren Teil seiner Stammkundschaft. Dazu kommt: Wer in der Stadt bleibt, kocht öfter zuhause oder grillt im Garten, weil das Wetter es erlaubt.

Das Problem ist nicht, dass die Leute weg sind. Das Problem ist, dass viele nach den Ferien nicht automatisch zurückkommen. Sie haben neue Gewohnheiten entwickelt, andere Cafés ausprobiert, oder einfach vergessen, dass sie bei dir eigentlich Stammgast waren. Genau da setzt eine aktive Sommerstrategie an.

Cafés, die während des Sommerlochs aktiv kommunizieren und Anreize setzen, sehen nach den Ferien eine deutlich schnellere Rückkehr ihrer Stammgäste. Wer schweigt, riskiert, dass die Gewohnheit abbricht.

Aktion 1: Doppelstempel-Wochen für Stammgäste

Die einfachste und wirkungsvollste Aktion im Sommerloch ist eine zeitlich begrenzte Bonusaktion auf deiner Stempelkarte. Konkret: Jeder Besuch in einem definierten Zeitraum – zum Beispiel die letzten zwei Juliwochen – zählt doppelt. Wer normalerweise 10 Stempel für einen Gratis-Kaffee braucht, kommt jetzt mit 5 Besuchen ans Ziel.

Das klingt nach Rabatt, ist aber keiner. Du gibst nichts gratis weg – du beschleunigst den Anreiz, überhaupt zu kommen. Und du erzeugst Dringlichkeit: Die Aktion läuft nur diese zwei Wochen. Wer nicht kommt, verpasst etwas.

Mit einer digitalen Stempelkarte fürs Café kannst du solche Aktionen flexibel steuern, ohne neue Karten drucken zu müssen. Du änderst die Regel im Dashboard, und alle bestehenden Karteninhaber profitieren automatisch. Das geht mit Papierstempelkarten schlicht nicht.

Aktion 2: Push-Nachricht an alle Karteninhaber senden

Stell dir vor, du könntest am Dienstagmorgen um 10 Uhr allen deinen Stammgästen eine kurze Nachricht schicken: «Heute Nachmittag: Iced Latte für 4.50 CHF statt 6.50 CHF – nur bis 17 Uhr.» Kein Instagram-Algorithmus, kein Newsletter der im Spam landet. Direkt auf den Sperrbildschirm.

Genau das ermöglichen Push-Benachrichtigungen über das Wallet. Wer deine digitale Stempelkarte in Apple Wallet oder Google Wallet hat, bekommt deine Nachricht als Benachrichtigung – ohne App, ohne Anmeldung. Die Öffnungsrate ist um ein Vielfaches höher als bei E-Mail-Newslettern, weil die Nachricht dort erscheint, wo die Leute sowieso schauen.

Im Sommerloch ist das Gold wert. Du kannst spontan auf ruhige Nachmittage reagieren, Last-Minute-Aktionen starten oder einfach in Erinnerung rufen, dass du da bist. Mehr dazu, wie das technisch funktioniert, findest du auf der Seite zu Push-Nachrichten bei Stamply.

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Aktion 3: Sommergetränk als exklusive Belohnung einführen

Statt allgemeine Rabatte zu geben, lohnt es sich, eine exklusive Belohnung zu schaffen, die es nur im Sommer gibt. Ein Beispiel: Wer in den Sommerwochen 5 Stempel sammelt, bekommt einen selbst gemachten Eistee oder ein Signature-Sommergetränk gratis. Etwas, das es sonst nicht gibt – und das du aktiv kommunizierst.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Exklusivität erzeugt Wert. Wenn die Belohnung jederzeit verfügbar ist, gibt es keinen Grund, jetzt zu kommen. Wenn sie nur bis Ende August gilt, schon.

Nimm als Beispiel das Café Sonnenbogen in Biel. Sie haben im letzten Sommer einen «Sommer-Punch» als Stempelbelohnung eingeführt – ein hausgemachtes Getränk mit Früchten aus der Region, das es nur Juli und August gab. Die Aktion hat nicht nur Stammgäste zurückgebracht, sondern auch Neugäste angezogen, die über Instagram davon gehört haben. Der Aufwand: ein neues Rezept und eine Anpassung im Dashboard.

Aktion 4: Freunde-werben-Freunde im Sommer aktivieren

Das Sommerloch ist auch eine gute Zeit, um neue Gäste zu gewinnen. Und der günstigste Weg dazu ist immer noch die Empfehlung durch bestehende Kunden. Eine einfache Mechnik: Wer einen neuen Gast mitbringt, der sich für die Stempelkarte registriert, bekommt einen Bonus-Stempel.

Das funktioniert besonders gut im Sommer, weil Leute mehr Zeit haben, Freunde zu treffen – und weil ein Café-Besuch mit Freunden ein natürlicher Anlass ist. Du musst das nicht kompliziert aufsetzen. Eine kurze Erklärung beim Bezahlen reicht: «Bring nächstes Mal jemanden mit, der unsere Karte noch nicht hat – und du bekommst einen Extrastempel.»

Wenn du das systematisch über dein Treueprogramm abbilden willst, schau dir an, wie Empfehlungen als Loyalty-Feature funktionieren. Das lässt sich direkt in die bestehende Stempelkarte integrieren.

Aktion 5: Sommerloch als Testlabor nutzen

Die fünfte Aktion ist keine klassische Marketingaktion, sondern eine strategische: Nutze die ruhigen Wochen, um Dinge auszuprobieren, für die du sonst keine Zeit hast.

Neues Menü-Item testen? Jetzt. Öffnungszeiten anpassen und schauen, ob der frühe Abend besser läuft als der späte? Jetzt. Digitale Stempelkarte einführen, die du schon seit Monaten vor dir herschiebst? Jetzt – denn du hast Zeit, es richtig einzurichten, und deine Stammgäste kommen nach den Ferien zurück und finden ein verbessertes System vor.

Viele Cafés, die im Sommer auf eine digitale Kundenkarte ohne App umgestiegen sind, berichten, dass der Herbst danach deutlich besser lief als die Vorjahre. Nicht weil der Sommer besser war, sondern weil sie die ruhige Zeit genutzt haben, um etwas aufzubauen.

Was diese Aktionen gemeinsam haben

Alle fünf Aktionen teilen ein Prinzip: Sie setzen auf bestehende Beziehungen, nicht auf teure Neukundengewinnung. Das ist kein Zufall. Im Sommerloch ist dein Budget knapp und deine Zeit begrenzt. Da ist es sinnvoller, die 200 Stammgäste, die du bereits hast, aktiv zu halten, als 200 neue zu suchen.

Eine Stammkundin, die einmal pro Woche kommt und im Schnitt 12 CHF ausgibt, bringt dir über ein Jahr rund 600 CHF Umsatz. Wenn du sie im Sommer verlierst und sie danach nur noch alle zwei Wochen kommt, sind das 300 CHF weniger – pro Person, pro Jahr. Bei 50 solchen Stammgästen reden wir von 15'000 CHF Umsatzdifferenz. Das Sommerloch ist teurer als es aussieht.

Wer ein aktives Loyalty-Programm betreibt, hat einen entscheidenden Vorteil: Er kann messen, wer nicht mehr kommt, und gezielt reagieren – bevor die Gewohnheit abbricht.

So setzt du das konkret um

Du brauchst kein grosses Budget und keine Marketingagentur. Was du brauchst, ist ein System, das dir erlaubt, deine Stammgäste zu erreichen und Aktionen schnell umzusetzen. Das geht mit Stamply in wenigen Schritten:

  1. Digitale Stempelkarte einrichten (dauert unter 30 Minuten)
  2. Bestehende Gäste einladen, die Karte zu scannen
  3. Sommeraktion im Dashboard aktivieren (Doppelstempel, Sonderbelohnung)
  4. Push-Nachricht an alle Karteninhaber senden
  5. Ergebnisse im Dashboard verfolgen und Aktion anpassen

Das ist kein Hexenwerk. Es ist ein System, das du einmal aufbaust und dann immer wieder nutzen kannst – nicht nur im Sommer, sondern auch im Januarloch, vor Ostern oder wann immer du einen Anstoss brauchst.

Das Sommerloch in der Gastronomie Schweiz wird nicht verschwinden. Aber es muss nicht einfach passieren. Wer jetzt handelt, kommt im Herbst stärker zurück als die Konkurrenz, die abgewartet hat.

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Häufige Fragen zum Sommerloch in der Gastronomie Schweiz

Wie lange dauert das Sommerloch in der Gastronomie Schweiz typischerweise?
Welche Aktionen gegen das Sommerloch in der Gastronomie kosten wenig und bringen viel?
Wie kann ich Stammgäste erreichen, die im Sommer nicht kommen?
Lohnt es sich, im Sommerloch neue Gäste zu gewinnen oder besser Stammgäste zu halten?
Wie richte ich eine digitale Stempelkarte für mein Café ein?
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