
Wer nach einer digitalen Stempelkarte für sein Geschäft sucht, landet früher oder später bei Loopy Loyalty. Das Tool ist international bekannt, hat eine anständige Bewertung im App Store und wird in vielen englischsprachigen Blogartikeln empfohlen. Kein Wunder also, dass Schweizer KMU-Inhaber fragen: Ist das die richtige Lösung für mich?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Und genau deshalb haben wir beide Systeme – Loopy Loyalty und Stamply – tatsächlich eingerichtet, verglichen und die Unterschiede aufgeschrieben, die für einen Betrieb in der Schweiz wirklich relevant sind.
Dieser Artikel ist kein Werbetext. Er ist ein ehrlicher Vergleich aus der Perspektive eines Schweizer KMU-Inhabers, der eine Entscheidung treffen muss.
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Loopy Loyalty ist ein irisches SaaS-Produkt, das digitale Stempelkarten für Apple Wallet und Google Wallet erstellt. Das Grundprinzip ist dasselbe wie bei Stamply: Kunden scannen einen QR-Code, die Karte landet im Smartphone-Wallet, Stempel werden digital vergeben. Kein App-Download nötig.
Loopy Loyalty wurde für den internationalen Markt gebaut. Die Oberfläche ist auf Englisch, die Preise werden in USD oder GBP ausgewiesen, und der Support arbeitet nach britischer Zeitzone. Das ist kein Kritikpunkt – es ist einfach die Realität, die du kennen solltest, bevor du dich anmeldest.
Für einen Coiffeursalon in Winterthur oder eine Bäckerei in Luzern bedeutet das konkret: Du bezahlst in einer Fremdwährung, der Wechselkurs schwankt, und wenn du eine Frage hast, erreichst du den Support am ehesten nachmittags.
Wir haben beide Tools mit demselben Szenario eingerichtet: Ein fiktiver Coiffeursalon namens «Salon Mäder» in Biel, 10 Stempel bis zur Gratiswäsche, eigenes Logo und Farben auf der Karte.
Loopy Loyalty: Die Registrierung läuft auf Englisch. Nach dem Anlegen des Accounts landet man in einem Dashboard, das auf den ersten Blick übersichtlich wirkt. Die Kartengestaltung ist flexibel – Farben, Logo, Felder lassen sich anpassen. Bis zur ersten funktionsfähigen Karte haben wir rund 22 Minuten gebraucht. Die grösste Hürde: Die Stempel-Logik (wie viele Stempel, welche Belohnung) ist nicht sofort intuitiv. Wir mussten zweimal in die Hilfedokumentation schauen, die ebenfalls auf Englisch ist.
Stamply: Die Oberfläche ist auf Deutsch, die Schritte sind klar beschriftet. Kartentyp wählen, Stempelanzahl festlegen, Logo hochladen, Farben anpassen, fertig. Bis zur ersten einsatzbereiten Karte: 11 Minuten. Wer die ersten Schritte mit Stamply einmal durchgegangen ist, braucht beim nächsten Mal noch weniger Zeit.
Das ist kein dramatischer Unterschied – aber für jemanden, der nebenbei noch Kunden schneidet oder Brote backt, zählt jede Minute.
Hier wird der Vergleich interessant. Loopy Loyalty bietet verschiedene Pläne an, die in USD ausgewiesen sind. Zum Zeitpunkt dieses Artikels kostet der günstigste bezahlte Plan rund 30 USD pro Monat. Klingt überschaubar – bis du rechnest.
30 USD entsprechen je nach Kurs etwa 27–29 CHF. Dazu kommt: Kreditkartentransaktionen in Fremdwährung kosten bei den meisten Schweizer Banken und Karten eine Gebühr von 1–2 Prozent. Über ein Jahr summiert sich das auf einen zweistelligen CHF-Betrag, der nirgendwo ausgewiesen ist.
Stamply rechnet in CHF. Was du siehst, ist was du bezahlst. Auf der Preisseite von Stamply findest du alle Pläne transparent aufgelistet – ohne Wechselkursüberraschungen.
Für einen Betrieb, der sein Budget sauber plant, ist das kein Kleinigkeit. Schweizer Buchhaltung mag keine Fremdwährungsposten, die monatlich schwanken.
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Das ist der Punkt, der in den meisten Vergleichsartikeln fehlt – und der für Schweizer Betriebe am meisten zählt.
Seit dem 1. September 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz (nDSG). Wer Kundendaten sammelt – und das tust du mit jeder Loyalty-Karte – muss wissen, wo diese Daten gespeichert werden und wer darauf Zugriff hat.
Loopy Loyalty ist ein irisches Unternehmen. Die Daten werden auf europäischen Servern gespeichert, was grundsätzlich DSGVO-konform ist. Für das Schweizer nDSG gibt es keine explizite Aussage auf der Loopy-Website. Das bedeutet nicht, dass es ein Problem gibt – aber du musst selbst prüfen, ob die Datenschutzerklärung deines Betriebs das abdeckt.
Stamply ist für den Schweizer Markt gebaut und hält sich explizit ans nDSG. Für Betriebe, die auch EU-Kunden haben, ist zusätzlich die DSGVO-Konformität relevant. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern eine praktische Notwendigkeit, wenn du als Betrieb nicht in eine Grauzone geraten willst.
Loopy Loyalty: Englisch. Support per E-Mail, Reaktionszeit nach unserer Erfahrung 1–2 Werktage. Für einfache Fragen gibt es eine Wissensdatenbank, die gut gepflegt ist – aber eben auf Englisch.
Stamply: Deutsch. Support auf Deutsch, für den Schweizer Markt ausgelegt. Das klingt trivial, ist es aber nicht: Wenn dein Mitarbeiter am Tresen eine Frage zur Stempel-Vergabe hat, will er eine Antwort auf Deutsch – und zwar schnell.
Beide Tools bieten digitale Stempelkarten für Apple Wallet und Google Wallet, eigenes Branding, QR-Code-Scanning und ein Dashboard zur Verwaltung. Auf diesem Niveau sind sie vergleichbar.
Die Unterschiede zeigen sich bei den Details:
Loopy Loyalty ist ein solides Tool für einfache Stempelkarten. Wer mehr will – gezielte Kommunikation, verschiedene Kartentypen, Kundenprofile – stösst bei Loopy schneller an Grenzen.
Stellen wir uns vor, Salon Mäder in Biel hat 180 aktive Stammkundinnen und -kunden. Durchschnittliche Besuchsfrequenz: alle 5 Wochen. Das bedeutet, jede Kundin kommt im Jahr etwa 10–11 Mal.
Mit einer einfachen Stempelkarte (10 Stempel = 1 Gratiswäsche) löst statistisch jede Kundin einmal pro Jahr eine Belohnung ein. Das ist ein gutes System – aber es sagt dir nichts darüber, welche 30 Kundinnen seit 8 Wochen nicht mehr da waren und vielleicht zur Konkurrenz gewechselt haben.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Stempel-Tool und einem echten Kundenbindungssystem. Mit Stamply siehst du im Dashboard, wer inaktiv wird, und kannst gezielt eine Push-Nachricht schicken: «Wir vermissen dich – komm diese Woche und erhalte einen Bonus-Stempel.» Mit Loopy Loyalty ist das in dieser Form nicht möglich.
Ob dieser Unterschied für deinen Betrieb relevant ist, hängt davon ab, wie aktiv du deine Kundenbindung gestalten willst. Wer nur eine digitale Stempelkarte als Ersatz für die Papierkarte sucht, kommt mit beiden Tools zurecht. Wer aktiv Kunden zurückgewinnen will, braucht mehr – und das ist der Punkt, an dem Stamply als Loopy Loyalty Alternative für die Schweiz klar vorne liegt.
Mehr dazu, wie digitale Stempelkarten konkret im Coiffeur-Alltag funktionieren, findest du im Artikel über digitale Stempelkarten für Coiffeure.
Loopy Loyalty ist ein gutes Produkt – für internationale Betriebe, die auf Englisch arbeiten, in USD bezahlen können und keine tiefere Kundenbindung brauchen. Für einen Schweizer KMU-Betrieb, der in CHF rechnet, auf Deutsch kommuniziert und das nDSG einhalten muss, ist Stamply die naheliegendere Wahl.
Das ist keine Frage von besser oder schlechter. Es ist eine Frage davon, für wen das Tool gebaut wurde. Stamply wurde für den Schweizer Markt gebaut – und das merkt man bei jedem Schritt, vom Setup bis zum Support.
Wenn du eine Loopy Loyalty Alternative für die Schweiz suchst, die in CHF abrechnet, auf Deutsch läuft und mehr kann als nur Stempel vergeben, ist Stamply der logische nächste Schritt. Teste es 14 Tage kostenlos – ohne Kreditkarte, ohne Risiko.
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